Jahresprogramm

Das Thema SINNBUILDER beschäftigt uns mit inspirierenden Ausstellungen 2019.

In unserer heutigen überwiegend digitalen Welt kommt der Einsatz unserer gesamten Sinne oft ein bisschen kurz. Hauptsächlich erleben wir die Welt visuell. Doch wie wäre es, wenn wir ganz bewusst wieder einmal spüren wie sich unterschiedliches Material anfühlt, sanft, weich, kratzig oder hautschmeichelnd? Wie können wir Klänge ganz anders wahrnehmen? Riechen und schmecken auf unterschiedliche Weise? Und natürlich Dinge aus anderen Blickwinkeln betrachten, einfach mal Sinn bilden. SINNBUILDER wollen inspirieren und neue Möglichkeiten der bewussten Auseinandersetzung schaffen. Natürlich gerne, wie immer, miteinander. Wir freuen uns auf viele Besucher.

 

Aktuell

Wir machen gerade eine schöpferische Pause aber nur nach außen. Hinter den Kulissen arbeiten wir fleißig am neuen Jahresprogramm.

Demnächst

Mehr zum neuen Jahresprogramm 2019 "Sinn-Builder" kommt bald

Rückschau

Clemens Botho Goldbach - Euruin Die Eurogruppe

Vernissage am 28.09.2018 um 19 Uhr

 Architekturmotive der Eurobanknoten und Baumaterial. Unser einziges Ideal ist das Kapital.

Zwei vier Meter hohe Portale vor dem Schloss Ritzebüttel in Cuxhaven laden die Besucher zum Nachdenken und zur Reflexion ein: Erst auf den zweiten Blick wird erkennbar, dass es sich um die Portale handelt, die auf dem 50-Euro-Geldschein abgebildet sind. In ihrer Architektur erscheinen sie unfertig, fast zerbröckelnd, sodass einige Zargen nicht ganz passen. Die großformatigen Sperrholzassemblagen greifen einerseits die manifestierte Architekturgeschichte auf den Geldscheinen der Europäischen Union auf, zeigen jedoch auch eine doppeldeutige Brüchigkeit. Kaum jemand beschäftigt sich bewusst mit den Motiven auf den Geldscheinen, obwohl man sie doch täglich in die Hand nimmt.

 

Der in Düsseldorf lebende Künstler Clemens Botho Goldbach zeigt mit seiner Ausstellung „EURUIN – Die Euroguppe“ wie fragil die Europäische  Währungsgemeinschaft ist. Die Ruinenmotive, die auf der Rückseite wie Theaterkulissen offen sind, zeigen nicht nur formtypologische und materialästhetische Komponenten, sondern vor allem die symbolische Qualität. Der Betrachter sieht sich selbst im Spannungselement zwischen Aufbau und Verfall und wird durch die außergewöhnliche Konfrontation mit dem Ort und dem Sujet in die Thematik direkt hineingezogen.

Simon Schubert: "Durch endlose Flure"

Vernissage am 13.07.2018 um 19 uhr

In der Ausstellung "Durch endlose Flure" zeigt der in Köln lebende Künstler Simon Schubert Papierfaltungen, Graphitzeichnungen und Skulpturen. Der Künstler hat im Laufe seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf eine besondere Technik des Papierfaltens entwickelt, mit der er räumlich illusionistische Architekturbilder entstehen lässt. Die Bilder werden sichtbar durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten auf den filigranen Falten. Schubert kombiniert diese Bilder mit Skulpturen zu raumgreifenden Installationen, in denen sich die verschiedenen Arbeiten ergänzen.

Die verschiedenen Arbeiten sind Teil eines größeren Projekts, in dem Schubert an einem sich immer weiter erweiternden, fiktiven Gebäude arbeitet. So ist jedes Bild und jede begehbare Installation als ein Blick, bzw. ein Raum dieses Gebäudes zu verstehen. Der Betrachter streift durch die weißen, aber schattenhaften Zimmer.

Schubert betreibt in seinen Arbeiten immer wieder ein Spiel mit Wahrnehmung und Illusion und lässt in seinem wuchernden architektonischen Projekt eine eigene Welt entstehen, die in ihrer räumlichen Struktur über innere Räume und Wahrnehmungsräume reflektiert und Fragen nach unserer visuellen Wahrnehmung stellt.

Raumwunder - eine Wanderausstellung in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen

Vernissage am 24.06.2018

Auch kleine Flächen können großzügig wirken. Wie kann man Weite in kleinen Räumen schaffen? Mit dieser Frage haben sich Architekten sowie Innen- und Landschaftsarchitekten beschäftigt. Als Antwort haben sie Raumwunder gefunden.

Eine Fachjury wählte unter der Leitung von Hartmut Rüdiger im Sommer 2017 sieben Objekte aus, die unterschiedlicher gar nicht sein können. Das kleine Reihenhaus aus den 50er Jahren wirkt auf einmal luftig, während das Bremer Stadthaus einen Aufbau bekommt und in die Höhe wachsen kann. Doch auch mitwachsende Zwillingszimmer, ein Mini-Haus am Meer, ein spannendes Kaffemühlenhaus oder sogar ein Haus ohne Zimmer, zeigen, wie sich Wohnen auf kleinem Raum großartig anfühlt. Alle Objekte befinden sich in Niedersachsen oder Bremen.

Diese Wanderausstellung ist von der Architektenkammer Niedersachsen konzipiert. Wir freuen uns über die gelungene Kooperation.

 

Ben Greber: "evacuations" - Vernissage am 20.04. 2018

Mit Bruchstücken, Abdrücken oder Formen, die Altes wieder neu und anders zusammensetzen zeigt Ben Greber architektour aus einem ganz besonderen Blickwinkel. Die Nutzlandschaft wird für ihn zur "Nicht-Landschaft". Immer mehr findet eine Entgegenständlichung statt. Sind wir noch Subjekte oder bereits Objekte unserer Umgebung? Nehmen wir einander noch wahr oder findet immer mehr eine Leere statt, wie die Evakuierung "evacuations" eigentlich aus dem Latinischen übersetzt werden kann?

 

Ausstellung unserer künstlerisch aktiven Mitglieder

Vernissage am 09. Februar 2018

18 Mitglieder stellen ihre eigenen Werke zum Thema architektour aus. Mit unterschiedlichen Materialien und Aussagen zeigen sie nicht nur den Spannungsaspekt im Thema, sondern auch die Weitsicht, die zu neuen Reflexionen einlädt. Unsere Mitglieder überraschen immer wieder mit neuen und vielseitigen Experimenten.

 

2017 hat unser Jahresprogramm Energie! begeistert.

Die gesamte Chronik der letzten Jahre findest du hier.