Jahresprogramm

Das Thema SINNBUILDER beschäftigt uns mit inspirierenden Ausstellungen 2019.

In unserer heutigen überwiegend digitalen Welt kommt der Einsatz unserer gesamten Sinne oft ein bisschen kurz. Hauptsächlich erleben wir die Welt visuell. Doch wie wäre es, wenn wir ganz bewusst wieder einmal spüren wie sich unterschiedliches Material anfühlt, sanft, weich, kratzig oder hautschmeichelnd? Wie können wir Klänge ganz anders wahrnehmen? Riechen und schmecken auf unterschiedliche Weise? Und natürlich Dinge aus anderen Blickwinkeln betrachten, einfach mal Sinn bilden. SINNBUILDER wollen inspirieren und neue Möglichkeiten der bewussten Auseinandersetzung schaffen. Natürlich gerne, wie immer, miteinander. Wir freuen uns auf viele Besucher.

 

Aktuell

Der Wüstenmaler Carsten Westphal

Vernissage am Freitag, den 08. März 2019, um 19 Uhr

Dauer der Ausstellung vom 09.03.-18.03., MI, DO, FR 16-18Uhr, SA, SO 11-13Uhr

Der Archäologe und freie Künstler Carsten Westphal reist in die Wüsten dieser Welt, um dort zu malen. Er selbst sagt: „Die Wüste ist mein Atelier. Sie inspiriert mich zu bislang Ungemaltem und macht meine Gedanken klar. Hier erreiche ich den Idealzustand, den ich beim Arbeitsprozess anstrebe. In einer Umgebung, wo alles Überflüssige hinweg genommen wurde, fällt es mir leicht, der Intuition Raum zu geben.“

Es sind die rauen und feinen Strukturen der ausgetrockneten, zerrissenen Erde, der zerborstenen Geröllfelder, der vom Wind geformten Sanddünen, die den Künstler in die Wüsten ziehen. Westphal reist in diese Landschaften per Jeep, per Kamel oder zu Fuß, um den idealen Ort zum Malen zu finden. Ob in der Sahara, in der indischen Wüste Thar, auf dem Mosesberg in der Wüste Sinai, in den arabischen Wüsten Syriens und Jordaniens oder in der größten Sandwüste der Welt, der Rub al Khali, ob in ausgetrockneten Salzseen, in Geröllfeldern erloschener Vulkane oder in versiegten und zerstaubten Flüssen: Der Zauber der kargen Weiten, die Magie der Urkräfte, welche diese Urlandschaften schufen, will der Künstler in seinen Bildern einfangen.

Die Materialien, die er dort vorfindet, das Salz, den Sand, die Erde und den Pigmentstaub mischt er mit Farbpigmenten und Bindemitteln und trägt sie mit dem Pinsel auf die Leinwand auf. So erschafft er tellurische Landschaften, Spiegelbilder der Urkräfte, die diese Landschaften formten, Strukturbilder, die so nur in der Wüste entstehen können.

 

Dabei ist er der Katalysator, durch den sich die elementaren Urkräfte in seinen Bildern manifestieren, wenn er im heißen Wüstensand über der Leinwand kniet, die Farben aufträgt, die Farbschichten in der Sonne glitzernd in der Struktur erstarren und der Wind feinen Sand auf die Leinwand bläst. „Kunst ist Abenteuer“, sagt Carsten Westphal und man kann es sich bildlich vorstellen, wenn er schwer beladen mit Wasser, Leinwand und Farben durch die Wüste stapft, wenn er berichtet vom Malen in herdplattenheißen Geröllfeldern oder in gigantischen Sanddünen bei Temperaturen um die 50°C, überrascht von Sandstürmen, bei denen man nie weiß, ob sie Stunden oder Tage andauern.

Fotos: Burkhard Kühlcke

Demnächst

Die beiden herausragenden japanischen Künstler Nana Hirose und kazuma nagatani sind im Mai 2019 bei uns zu Gast

Rückschau

Der Ausnahme-Künstler Timm Ulrichs stellt seinen neuen Katalog vor

am 03. März um 11 Uhr im Schloss Ritzebüttel

Fotos: Burkhard Kühlcke

SINNBUILDER - Arbeiten von 13 ambitonierten Mitgliedern des Cuxhavener Kunstvereins

Vernissage am 01. Februar 2019 um 19 Uhr

Mit dem vielschichtigen Thema SINNBUILDER beschäftigen sich 13 Mitglieder des Cuxhavener Kunstvereins auf ganz unterschiedliche Weise.

Sinnbilder sprechen einerseits die Sinne an, sehen sich aber auch als Symbolik für verschiedene Ebenen unserer Deutungsmöglichkeiten und Wahrnehmungen. Lassen Sie sich überraschen, wie unsere Mitglieder dieses Thema umgesetzt haben.

Birgit Alberts     Marianne Klein

Anna Bielecki     Sabine Klie

Annette Bolgen     Karin Köster

Claudia Domeyer     Burkhard Kühlcke

Anke Fuhst     Anke Rösner

Gisela Gührs     Margarete von der Decken

Dr. Andreas Hoppe

Clemens Botho Goldbach - Euruin Die Eurogruppe

Vernissage am 28.09.2018

 Architekturmotive der Eurobanknoten und Baumaterial. Unser einziges Ideal ist das Kapital.

Zwei vier Meter hohe Portale vor dem Schloss Ritzebüttel in Cuxhaven laden die Besucher zum Nachdenken und zur Reflexion ein: Erst auf den zweiten Blick wird erkennbar, dass es sich um die Portale handelt, die auf dem 50-Euro-Geldschein abgebildet sind. In ihrer Architektur erscheinen sie unfertig, fast zerbröckelnd, sodass einige Zargen nicht ganz passen. Die großformatigen Sperrholzassemblagen greifen einerseits die manifestierte Architekturgeschichte auf den Geldscheinen der Europäischen Union auf, zeigen jedoch auch eine doppeldeutige Brüchigkeit. Kaum jemand beschäftigt sich bewusst mit den Motiven auf den Geldscheinen, obwohl man sie doch täglich in die Hand nimmt.

 

Der in Düsseldorf lebende Künstler Clemens Botho Goldbach zeigt mit seiner Ausstellung „EURUIN – Die Euroguppe“ wie fragil die Europäische  Währungsgemeinschaft ist. Die Ruinenmotive, die auf der Rückseite wie Theaterkulissen offen sind, zeigen nicht nur formtypologische und materialästhetische Komponenten, sondern vor allem die symbolische Qualität. Der Betrachter sieht sich selbst im Spannungselement zwischen Aufbau und Verfall und wird durch die außergewöhnliche Konfrontation mit dem Ort und dem Sujet in die Thematik direkt hineingezogen.

Fotos: Burkhard Kühlcke

Simon Schubert: "Durch endlose Flure"

Vernissage am 13.07.2018

In der Ausstellung "Durch endlose Flure" zeigt der in Köln lebende Künstler Simon Schubert Papierfaltungen, Graphitzeichnungen und Skulpturen. Der Künstler hat im Laufe seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf eine besondere Technik des Papierfaltens entwickelt, mit der er räumlich illusionistische Architekturbilder entstehen lässt. Die Bilder werden sichtbar durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten auf den filigranen Falten. Schubert kombiniert diese Bilder mit Skulpturen zu raumgreifenden Installationen, in denen sich die verschiedenen Arbeiten ergänzen.

Die verschiedenen Arbeiten sind Teil eines größeren Projekts, in dem Schubert an einem sich immer weiter erweiternden, fiktiven Gebäude arbeitet. So ist jedes Bild und jede begehbare Installation als ein Blick, bzw. ein Raum dieses Gebäudes zu verstehen. Der Betrachter streift durch die weißen, aber schattenhaften Zimmer.

Schubert betreibt in seinen Arbeiten immer wieder ein Spiel mit Wahrnehmung und Illusion und lässt in seinem wuchernden architektonischen Projekt eine eigene Welt entstehen, die in ihrer räumlichen Struktur über innere Räume und Wahrnehmungsräume reflektiert und Fragen nach unserer visuellen Wahrnehmung stellt.

Fotos: Burkhard Kühlcke

Raumwunder - eine Wanderausstellung in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen

Vernissage am 24.06.2018

Auch kleine Flächen können großzügig wirken. Wie kann man Weite in kleinen Räumen schaffen? Mit dieser Frage haben sich Architekten sowie Innen- und Landschaftsarchitekten beschäftigt. Als Antwort haben sie Raumwunder gefunden.

Eine Fachjury wählte unter der Leitung von Hartmut Rüdiger im Sommer 2017 sieben Objekte aus, die unterschiedlicher gar nicht sein können. Das kleine Reihenhaus aus den 50er Jahren wirkt auf einmal luftig, während das Bremer Stadthaus einen Aufbau bekommt und in die Höhe wachsen kann. Doch auch mitwachsende Zwillingszimmer, ein Mini-Haus am Meer, ein spannendes Kaffemühlenhaus oder sogar ein Haus ohne Zimmer, zeigen, wie sich Wohnen auf kleinem Raum großartig anfühlt. Alle Objekte befinden sich in Niedersachsen oder Bremen.

Diese Wanderausstellung ist von der Architektenkammer Niedersachsen konzipiert. Wir freuen uns über die gelungene Kooperation.

 

Fotos: Burkhard Kühlcke

Ben Greber: "evacuations" - Vernissage am 20.04. 2018

Mit Bruchstücken, Abdrücken oder Formen, die Altes wieder neu und anders zusammensetzen zeigt Ben Greber architektour aus einem ganz besonderen Blickwinkel. Die Nutzlandschaft wird für ihn zur "Nicht-Landschaft". Immer mehr findet eine Entgegenständlichung statt. Sind wir noch Subjekte oder bereits Objekte unserer Umgebung? Nehmen wir einander noch wahr oder findet immer mehr eine Leere statt, wie die Evakuierung "evacuations" eigentlich aus dem Latinischen übersetzt werden kann?

 

Fotos: Burkhard Kühlcke

Ausstellung unserer künstlerisch aktiven Mitglieder

Vernissage am 09. Februar 2018

18 Mitglieder stellen ihre eigenen Werke zum Thema architektour aus. Mit unterschiedlichen Materialien und Aussagen zeigen sie nicht nur den Spannungsaspekt im Thema, sondern auch die Weitsicht, die zu neuen Reflexionen einlädt. Unsere Mitglieder überraschen immer wieder mit neuen und vielseitigen Experimenten.

 

Fotos: Burkhard Kühlcke

2017 hat unser Jahresprogramm Energie! begeistert.

Die gesamte Chronik der letzten Jahre findest du hier.