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Weitere funktionalistische
Abstraktionen

Ulf Freyhoff

Ausstellungszeitraum

19. Juni bis 11. Juli 1999
Mi. – Fr. 16-18 Uhr
Sa. + So. 11-13 Uhr
An den Wochenenden ist der Künstler anwesend.

Ausstellungsort

Cuxhavener Kunstverein
Große Hardewiek 35, Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
18. Juni, 19.30 Uhr

Performance
von Ulf Freyhoff und Antonia Puscas
10. Juli, 20 Uhr

In einer zeit, in der die allgegenwärtigen technisch vermittelten funktionalistischen Abstraktionen nicht mehr als solche erkannt bzw. hinterfragt werden, fühlt sich „der Künstler“ verpflichtet, den schönen Schein zu brechen.

Wenn das Thermometer 10 Grad Celsius anzeigt „der Künstler“ aber transpiriert, was nützt ihm diese numerische Repräsentation. Fast politisch auch, denkt „der Künstler“, unhinterfragte Repräsentationen, überall, schauen sie einmal die Nachrichten an und fragen sie sich, was real ist, was eine funktionalistische Abstraktion ist, welches die Funktion dieses Funktionalismus ist und ob er funktioniert, d. h. welchem Zweck er dient und ob er diesen Zweck erfüllt. Als „der Künstler“ erkannte, daß er keine weiteren funktionalistischen Abstraktionen mehr wollte, begann er, seine Arbeiten mit einer Art Selbstironie auszustatten, sodaß das ganze schöne Bild der perfekten Abstraktion völlig unfunktional wird.

Die Maschine führt sich selbst, ihre internen prinzipiell und den allgemeinen Glauben an die „Richtigkeit“ der (aus „computergrauen“ Gehäusen hervorscheinenden) Abstraktion ad absurdum. Warum stellt sich „der Künstler“ diese Fragen? Weil Kunst auf einem Prinzip von Abstraktion operiert, welches versucht, nicht funktionalistisch zu sein.

Warum schreibt „der Künstler“ einen Text wie diesen…? Er machte sich Sorgen, ob die Übersetzung der Idee in eine sprachliche Form nicht zu begrenzt sei. Wieviel Gefühl fällt durch das funktionalistische Raster der Sprache im Prozeß der Formulierung? Ein leben, eine Wahrnehmung, eine Rezeption der Umwelt, der Welt, die sich aus mehr oder weniger funktionierenden Abstraktionen konstituiert.

Eine unsichtbare, aber hörbare Landkarte wird im Raum angelegt – eine Landkarte aus Geräuschen, schönen und anstrengenden Tönen, ausgesprochenem Text und auch Musik.

Ulf Freyhoff und Antonia Puscas generieren durch die Bewegung ihrer Körper den Klang. Mit akustischer Unterstützung von Holger Becker entsteht ein manchmal überflutendes, manchmal aber auch tröpfelndes akustisches Gesamtbild, welches auch Platz für Stille und Konzentration bietet.

Zur Performance von Ulf Freyhoff am 10. Juli 1999 um 20 Uhr im Cuxhavener Kunstverein laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

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