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unARTig

Georg Sili

Ausstellungszeitraum

3. bis 25. Juni 2000
Mi. – Fr. 16-18 Uhr
Sa. + So. 11-13 Uhr
und nach Vereinbarung

Ausstellungsort

Cuxhavener Kunstverein
Große Hardewiek 35, Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
Einführung: Dr. Tjalda Saathoff
2. Juni, 19.30 Uhr

Künstlergespräch
18. Juni, 11 Uhr

Mit Bildern, die in teils lieblichen Farben schön und dekorativ daherkommen, bezieht Sili Stellung.

Mit der dekorativen Form der Bider reagiert er auf künstlerisch wertvolle Hungerbilder in Zeitschriften oder preisgekrönten Kriegsdokumentationen im Fernsehen. Sili erinnert aber auch an bekannte Bilder der Moderne. Auch hier taucht sein Muster wieder auf. Ein kleiner Hirsch röhrt in jeder rechten Bildecke. »Nach mehr als 100 Jahren moderner Kunst weiß die Mehrheit der Leute immer noch nichts damit anzufangen. Ich denke mit den Hirschen wird das schon gehen.«

Neben Zeichnungen zeigt Georg Sili in dieser Ausstellung vor allem Arbeiten aus zwei Werkgruppen.

Die erste Gruppe nennt er einfach »Musterstücke« – konkrete Auseinandersetzungen mit Phänomenen und Problemen der modernen Gesellschaft. In der zweiten Werkgruppe widmet er sich den Künstlern der Moderne, bezieht sich dabei aber auf das künstlerische Verständnis eines Großteils der Gesellschaft.
Sili arbeitet nicht nur mit Pinsel und Ölfarbe, er benutzt auch Kugelschreiber, Feder, Ölkreide, Tinte, Bleistift, Buntstift, Aquarellfarbe und Lack. Er malt, er zeichnet, er druckt, er kopiert, er laviert und: Er experimentiert.

Georg Sili ist ein Künstler mit ausgeprägter Liebe zur Gegenständlichen Kunst, und vor allem: Zum Detail. Was auf den ersten Blick wie ein dekoratives Muster erscheint, welches sich in gefälligen Farben in immer wiederholten Formen über die Fläche verbreitet, ist das Ergebnis zeichnerischer und malerischer Perfektion.

Die oberflächliche Belanglosigkeit birgt bittere Botschaften. Mit feinem Pinselstrich weist der Künstler auf Gewalt, Chaos, Militarismus, Sexismus und eine vergewaltigte Umwelt hin.

Es erscheint ein Katalog.

Georg Sili lebt und arbeitet in Hamburg. Neben zahlreicher Einzel- und Gruppenausstellungen, war er auch als Galerist tätig.

Vom Literarischen herkommend sind seine Werke konkrete Auseinandersetzungen mit Phänomenen und Problemen der modernen Gesellschaft.

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