tronheim_Banner

Tronheim

Jörn Stahlschmidt

Ausstellungszeitraum

15. Juni bis 22. Juli 2007
Mi. – Fr. 16-18 Uhr
Sa. + So. 11-13 Uhr
und nach Vereinbarung

Ausstellungsort

Cuxhavener Kunstverein
Segelckestraße 25, Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
Grußwort: Ralf-Rüdiger Schwerz, Direktor der Stadtsparkasse Cuxhaven
15. Juni, 19 Uhr

Künstlergespräch
mit Filmvorführung
27. Juni, 19 Uhr

„Werden Sie leibhaftiger Zeuge eines Wunders und sehen Sie mit eigenen Augen einen Menschen schweben, getragen allein durch die pure Kraft eines nervösen Willens. …. Folgen Sie dem Ruf seiner irrsinnigen, kreisenden Melodie die im halbdunkel die Wände der Realität emporsteigt.“ (Jörn Stahlschmidt)

Eine Person schwebt – anscheinend oder scheinbar – im Raum. Ton und Lichteffekte unterstreichen die magische Situation.

Jörn Stahlschmidt kehrt mit seiner Arbeit, die er eigens für die Cuxhavener Ausstellung geschaffen hat, zu einem seiner zentralen Themen zurück: dem unentschiedenen Verhältnis von Schein und Sein, Illusion und Realität. „Die Realität führt in die Irre. Das Erscheinen der Dinge geht dem Sinn voraus. Eine verschachtelte Angelegenheit soweit.“ (Stahlschmidt)
Der Künstler thematisiert damit in seiner Arbeit letztlich auch Ziel und Zweck von Kunst selbst: Ist oder will Kunst mehr, als das Auge sieht?

Im leeren Galerieraum schwebt ein Mensch. Er hat die Hand auf einen Stock gestützt.

Viele Arbeiten des jungen Hamburger Künstlers Jörn Stahlschmidt ziehen den Besucher in eine Wirklichkeit, die sich bei genauer Betrachtung als unwirklich herausstellt. Ihre Gestaltung ist so perfekt, dass sie wie Prototypen erscheinen und die Aura von Kultobjekten ausstrahlen. Jörn Stahlschmidt täuscht eine Bestimmung vor, die außerhalb der Kunst liegt. Die Verknüpfung von äußerer Erscheinung und Funktion muss in seinen Arbeiten neu entdeckt werden, um sich dem eigentlichen Sinn zu nähern.

Jörn Stahlschmidt hat für die Ausstellung in Cuxhaven eine Rauminstallation geschaffen, in der ein Mensch im Schneidersitz über dem Boden schwebt. Er benutzt dabei einen klassischen Zaubertrick und unterstreicht mit Licht und Klang die Performance. Die Besucher werden in eine magische Situation versetzt. Sie werden verführt, geheimnisvoll entrückt, wohl wissend, dass es sich um einen Trick handelt. Jörn Stahlschmidt sieht eine enge Verbindung von Magie und Kunst. Beide lassen Illusionen entstehen, schaffen Faszination durch Inszenierungen zwischen Schein und Wirklichkeit.

Mit der Vorführung eines Zaubertricks im Kunstraum eröffnet Jörn Stahlschmidt die Diskussion über die Bedeutung der Illusion in der Kunst wie im Leben.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Aktuelle Beiträge

Presse: Die Neugier von Kindern geweckt

40 Zweitklässer staunen still in unserem Galerieraum: In ihrer heutigen Ausgabe berichten die Cuxhavener Nachrichten von der zurückliegenden Kunstvermittlungsaktion…

Presse: Klischees aus der Traumwelt

In ihrer heutigen Ausgabe berichten die Cuxhavener Nachrichten vom Künstlergespräch mit Jörn Stahlschmidt am zurückliegenden Mittwoch. Dabei gab der…

Presse: Ein absoluter Solitär im Raum

Wahrscheinlich wolle Jörn Stahlschmidt mit seiner “tronheim”-Installation auf die Probleme moderner Massenkommunikation hinweisen, vermutet Ilse Cordes in einem heute…