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Schlafwandler

Übungen zur Überwindung der Schwerkraft
Sonja Vordermaier

Ausstellungszeitraum

3. Juni bis 3. Juli 2011
Mi. – Fr. 16-18 Uhr
Sa. + So. 11-13 Uhr und nach Vereinbarung

Ausstellungsort

Cuxhavener Kunstverein
Segelckestraße 25, Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
Mit einem Grußwort von XY
3. Juni, 19 Uhr

Führung
3. Juli, 11.30 Uhr

Finissage
Vortrag und anschließende Führung durch die Ausstellung mit Wiebke Gronemeyer
Filme von den Jugendlichen aus der Kunstvermittlung „Filmwache“
3. Juli, 11.30

Eine unsichtbare, ungreifbare Kraft hat Stofffetzen im Cuxhavener Kunstverein bizarr erstarren lassen. Sonja Vordermaier arbeitet in ihren Skulpturen und Installationen mit den Dimensionen, Atmosphären und Stimmungen der jeweiligen Ausstellungsorte.

Die Größe ihrer Arbeiten reicht vom Fingerhut bis zu Monumentalbauten. Banales Material (Holz, Bauschaum, CDs, Folien oder auch alte Straßenlaternen) erhält durch ihre konzentrierte üppige Gestaltung eine völlig neue abstrakte Bedeutung. Gemeinsam ist den Werken eine überwältigende Präsenz, die Sonja Vordermaier durch ihren virtuosen Umgang mit dem Raum und der Verdichtung von Ansammlungen erzeugt. Körper und Stofflichkeit spielen eine große Rolle.

Körper und Stofflichkeit spielen eine große Rolle. Sonja Vordermaier erschafft assoziative Raumbilder, die mit technischen und inhaltlichen Anspielungen, aber befremdlichen Oberflächen und Strukturen eine irritierende Schönheit entwickeln. So schafft sie es, Unfassbares gegenständlich zu machen. Durch die Unbestimmbarkeit der Erscheinungsform spröder Materialien in manchmal gigantischer plastischer Form eröffnet Sonja Vordermaier einen visionären Dialog zwischen Individuum und Raum.

Im Cuxhavener Kunstverein spielt die Künstlerin mit der Umkehrung von Kräfteverhältnisse und erzeugt einen Raum mit vom Wind bewegten Objekten – ohne Wind, mit Schatten – ohne Lichtquelle.

Sonja Vordermaier arbeitet an der Aufhebung der Schwerkraft als ästhetische Dimension. Weiches wird hart, Hartes wird weich.

Sonja Vordermaiers Skulpturen und Raumgebilde sind von irritierendem Eindruck, zugleich von fesselnder – mitunter verstörender – Schönheit, seien sie amorph, sperrig, kantig, kristallin oder naturhaft, vegetabil, wuchernd, barock. Das Schaffen der Künstlerin geht aus von der Faszination eines Materials. Mit Vorliebe verwendet sie alle Arten technischen Gebrauchsmaterials, Gerätschaften, Baumaterialien. In einem quasi „ästhetischen Recycling gibt die Künstlerin ihrem Material eine neue Wahrhaftigkeit, mal mehr technoid, mal mehr naturhaft.

Vordermaier überformt und verwandelt ihre Materialien zu faszinierenden Objekten der Imagination. Letztlich geht es ihr in ihren Arbeiten aber nicht allein um die ästhetische Erscheinung oder um ästhetisches Erleben, sondern in einer tieferen Schicht wird die Herausforderung spürbar, der sie sich stellt: Unsichtbares, nicht Existentes in eine sichtbare Gestalt zu überführen. Ob in kleinen Formaten oder überdimensional, stets sind Vordermaiers Skulpturen und Objektinstallationen raumbezogen, rekurrieren auf den jeweils spezifischen Ort.

Sonja Vordermaier, Jahrgang 1973, hat an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg studiert.

Nach zahlreichen internationalen Stipendien und Ausstellungen waren ihre Arbeiten zuletzt in der MARTA Herford, in der de Soto Gallary Los Angeles, in der Kunsthalle Kiel und im Kunstverein Hamburg zu sehen.

>> Die Website der Künstlerin

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