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Migrant Remains

Francisco Montoya
Cázarez

 

Ausstellungszeitraum

27. September
bis 8. November 2013

Rahmenprogramm

Eröffnung
Fr., 27. September 2013,
19.00 Uhr
Fischhalle X,
Neufelder Straße
Grußworte:
Hans Hochfeld,
1. Vorsitzender
Ulrike Schneider,
Referentin für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung
Eröffnungsrede:
Christine Biehler,
Kuratorin

Kunstgespräche
Sa., 19. Oktober 2013,
11.00 Uhr
Sa., 26. Oktober 2013,
11.00 Uhr
Fischhalle X

Kunst op Platt
Do., 24. Oktober 2013,
16.00 Uhr
Fachseminar Niederdeutsch des Studienseminar Cuxhaven
Fischhalle X

Tafelrunde
Fr., 1. November 2013,
19.00 Uhr
Fischhalle X,
Neufelder Straße

Eingebettet in die (Sinn-)Bildlichkeit von Meer, Wasser, Ebbe und Flut, verweisen Francisco Montoyas’ Cuxhavener Arbeiten auf die weltweiten Prozesse der Bewegung, des Austauschs, der Fluktuation von Menschen und Warenströmen in Zeiten der Globalität.

Montoyas Videoarbeiten decken die mit diesen globalen Bewegungen einher gehenden Widersprüche und Brüche auf. Sie thematisieren die Prozesse des Verlusts der originären Einbettung, der Anpassung und Transformation von Mensch und Ding – hin bis zum Verlust von Individualität und Authentizität.

„Anlegen“ in Cuxhaven – das ist das Wattenmeer, das sind Ebbe und Flut, das ist die Elbe als Weltschifffahrtsstraße – Erlebnisräume, die Bilder und Erinnerungen wecken, die die Komplexität und Weite der maritimen Welt und ihrer symbolischen Potenz aufscheinen lassen.

Symbiotisch haben sie Francisco Montoyas Cuxhavener Arbeiten durchdrungen. Exotische Früchte werden geschält und dümpeln im Watt, Container werden in der Nacht verladen, ein Transportschiff legt ab und verschwindet im Blaugrau des Ozeans. Trotz effektvoller Bildsprache erwarten den Betrachter indes weder Fernweh noch Seefahrerromantik.

Die sieben Früchte in Montoyas Titel gebender Performance „Migrant Remains“ kommen aus einem Cuxhavener Supermarkt. Eine Frucht nach der anderen wird gehäutet bis aufs Fleisch, die Schalen werden in Streifen geschnitten und mit befremdlicher Exaktheit auf einer Auslage angeordnet. Das ist es, was geblieben ist: „remains“. Die nackten Früchte indes werden dem Watt übergeben und in einer migrantischen Bewegung von der Flut hinausgetragen in den Ozean, der sie auch hergeführt hat.

Einen solchen Transport über den Ozean bis hin nach Hamburg hat der Künstler in seiner großen, dreikanaligen Videoprojektion „The Golden Apple“ thematisiert. Subtil stilisiert Montoya diese „Überführung“ (und spielt mit dem vielfachen Wortsinn) als den Prozess einer fortschreitenden Dekonstruktion von Komplexität und vitalen Strukturen.

Eingebettet in die (Sinn-)Bildlichkeit von Meer, Wasser, Ebbe und Flut, verweisen Francisco Montoyas Cuxhavener Arbeiten auf die weltweiten Prozesse der Bewegung, des Austauschs, der Fluktuation von Menschen und Warenströmen in Zeiten der Globalität. Montoyas Videoarbeiten decken die mit diesen globalen Bewegungen einher gehenden Widersprüche und Brüche auf. Sie thematisieren die Prozesse des Verlusts der originären Einbettung, der Anpassung und Transformation von Mensch und Ding – hin bis zum Verlust von Individualität und Authentizität.

Gefördert werden beide Ausstellungen maßgeblich durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Niedersächsischen Sparkassestiftung. Es ist ein gemeinsamer Katalog entstanden, der für 18,-€ zu erwerben ist. Im Rahmen des Konzeptes “34 Knoten erscheint zusätzlich ein Booklet.

Francisco Montoya Cázarez wurde 1985 in Cuernavaca (Mexiko) geboren. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Niedersächsische Sparkassenstiftung erkannten ihm im Jahr 2012 das New York – Stipendium zu. Für die Fortsetzung seiner künstlerischen Arbeit in Deutschland hat sich Montoya ausdrücklich den Bezug zum Wasser und die Nähe zum Meer gewünscht. Bei der Wahl seiner Ausstellungsorte hat der Künstler 2013 in Cuxhaven und in Wilhelmshaven „angelegt“.

offene-beziehungen-logo-mini2Reflexionen über das Aus- und Einwandern

Sehr unterschiedliche Gruppen haben an den Vermittlungsaktivitäten zu Montoyas Ausstellung teilgenommen: von Kindern aus dem Hort bis zu SeniorInnen eines Altenheims und Frauen mit Migrationshintergrund. Sehr verschieden waren auch die persönlichen Beobachtungen über die Themen Migration und Globalisierung.

Den Teilnehmern der Workshops wurde eine gemeinsame Aufgabe erstellt: Auf einen Teller einen Gegenstand zu zeichnen, den sie im Falle des Auswanderns mitnehmen würden bzw. das zu zeichnen, was sie aus ihren Heimatländern nach Deutschland hierher bringen würden. Diese gezeichneten Teller, eine gemeinsam gestaltete Tischdecke und die Audioaufnahmen der Reflexionen und Geschichten liefen zusammen in der „Tafelrunde“, der Finissage der Ausstellung, und haben neue Gespräche zwischen den Gästen angestoßen.

>> Zum Kunstvermittlungsprojekt “Offene Beziehungen”
>> Berichte, Meldungen und Fotos zu den Kunstvermittlungsaktionen dieser Ausstellung

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