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Maike Klein

Fotografien

Ausstellungszeitraum

26. Februar bis 17. März 2000
Mi. – Fr. 16-18 Uhr
Sa. + So. 11-13 Uhr

Ausstellungsort

Cuxhavener Kunstverein
Große Hardewiek 35, Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
Grußwort: Rudolf Robbert MdL
Einführung: Ludwig Seyforth
25. Februar, 19.30 Uhrr

Künstlergespräch
12. März, 11 Uhr

Finissage
17. März, 18 Uhr

Im Cuxhavener Kunstverein wird Maike Klein eine größere Auswahl ihrer erotischen Schwarzweißfotografien zeigen. Ihr fotografisches Tagebuch, das im vorderen Raum gezeigt wird, gibt dem Betrachter einen Einblick in ihre Arbeitsweise.

Maike Klein befragt Frauen zu ihren erotischen Phantasien und erarbeitet mit ihnen in intensiven Gesprächen Situationen, die als besonders erotischsten empfunden werden. Diese Momente werden szenisch nachgestellt und fotografiert.

In den Gesprächen mit der Künstlerin wurde deutlich, dass die Besucher eine Menge interessanter, möglicherweise auch kritischer Fragen stellen werden, die sicher nicht alle im Rahmen der Vernissage beantwortet werden können. Deshalb findet am Sonntag, dem 12. März um 11 Uhr ein Künstlergespräch mit Maike Klein statt.

Seit 1995 beschäftigt sich Maike Klein mit der Darstellung von Erotik in den Medien und im Film.

1996 begann sie mit ihrer Fotoserie „Sekunden“, in der sie zusammen mit der Schauspielerin Cornelia Schirmer imaginäre Situationen herstellte, welche die Flüchtigkeit des erotischen Moments in der Öffentlichkeit zum Thema hat.

Seit 1998 widmet sie sich vor allen Dingen einer Darstellung von Sexualität, die sie als erotisches Porträt bezeichnet. Das erotische Porträt setzt sich bewußt von üblichen Darstellungen ab, in denen die Person nicht als Subjekt, sondern als Objekt für das Begehren und die Vorstellungswelt eines fremden Blickes inszeniert wird. Maike Klein befragt Frauen zu ihren erotischen Phantasien und erarbeitet mit diesen gemeinsam in intensiven Gesprächen die Situation, die als besonders erotischsten erlebt wird. Diese Situation wird szenisch nachgestellt und fotografiert.

Im Rahmen dieses Arbeitsschwerpunktes entstanden auch Aufnahmen von Mitgliedern des Vereins für Dicke e.V.. Der geplante Fotokalender für das Jahr 1999 konnte nicht veröffentlicht werden, weil der Vereinsvorstand ein Veto einlegte.

Die Ausstellung erscheint eine umfassende Publikation mit einem Text von Ludwig Seyfarth. Zu einigen Fotografien liegen darin schriftliche Kommentare vor, um die Maike Klein bekannte Persönlichkeiten gebeten hat, die sich mit dem Thema Erotik beschäftigen, so Jeanloup Sieff (Fotograf), Patrice Leconte (Filmregisseur), Stefan Jelinek (Parfumeur) Ana Salasar (portugiesische Modedesignerin). Elfriede Jelinek und Botho Strauss gestatten den Abdruck ausgewählter Buchtexte.

Der Katalog wird zum Preis von DM 18,- (Mitglieder DM 15,–) angeboten. Vorzugsausgabe mit Orginalfotografie DM 50,– (Limitierte Auflage –25)

Maike Klein, Jahrgang 1966, absolvierte von 1988 – 1992 das Studium der Kunstgeschichte in Hamburg. Die Künstlerin arbeitet seit 1993 als freischaffende Fotografin im Bereich der Reportage und Porträtfotografie und beschäftigt sich mit der Darstellung von Erotik in den Medien und im Film.

Für Künstler der jüngeren Generation, die sich mit Prozesskunst beschäftigen, ist sie eine unverzichtbare Partnerin. Sie dokumentiert ihrer Aktionen als einziges bleibendes Zeugnis und erarbeitet mit ihnen gemeinsam Fotografien für ihre Ausstellungen. Sie hat für Mike Hentz, dessen gerade erschienenes Künstlerbuch „Works 4“ vom Kunstfonds e.V. großzügig gefördert wurde, u.a. die grundlegende Arbeit „Identity of a border“ fotografiert.

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