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Franz Erhard Walther

Materialerinnerung, frühe Arbeiten,
Computerarbeiten

Ausstellungszeitraum

5. bis 25. September 1998
Mi. – Fr. 16-18 Uhr
Sa. + So. 11-13 Uhr
und nach Vereinbarung

Ausstellungsort

Cuxhavener Kunstverein
Große Hardewiek 35
27472 Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
Einführung: Eckhard Schneider, Direktor des Kunstvereins Hannover
4. September, 19.30 Uhr

Vortrag
Franz Erhard Walther über seine Werkkonzeption
9. September, 20 Uhr

Franz Erhard Walther, dessen frühe Arbeiten Grundlage für seine weltweite Anerkennung geworden sind, zeigt rund 40 frühe Arbeiten und 30 Computerarbeiten im Cuxhavener Kunstverein.

Franz Erhard Walther ging 1967 nach New York, weil seine Arbeit in Deutschland nicht die gebührende Anerkennung fand. Nach Aufsehen erregenden Erfolgen in den USA kehrte er zurück. Ein erheblicher Teil seines äußerst bemerkenswerten Frühwerkes ist dadurch verloren gegangen. Neben den Krefelder Kunstmuseen, deren bedeutender Direktor Paul Wember frühe Arbeiten von Franz Erhard Walther sammelte, gibt es nur zwei Privatsammlungen, die Gruppen früher Arbeiten aus der Zeit in Fulda und Düsseldorf von ihm besitzen.

Den umfassenden Bestand einer derselben können wir zeigen. Manche Besucher werden auch heute noch den Mißerfolg von damals verstehen andere werden im Rückblick die Ablehnung gar nicht begreifen können.

1995 begann Franz Erhard Walther eine Auswahl seiner frühen Werkzeichnungen in der Computer-Werkstatt der „Texterei“ von Martin Rögener in Hamburg zu digitalisieren. „Dies war nicht der bloße Versuch, die Zeichnungen in ein anderes Medium zu übertragen. Vielmehr stellte sich heraus, daß ihre Digitalisierung ebenso wie die Möglichkeiten ihrer Präsentation eine neue und überraschend eingehende Lektüre dieser Zeichnungen erlaubt“ (Prof. H.-J. Lenger).

Neben dem Frühwerk zeigen wir nun auch solche Arbeiten der neuesten Zeit.

Anfänglich bestand die Absicht Franz Erhard Walthers darin, den handelnden menschlichen Körper als Mitte der Darstellung zu beanspruchen. Reiz und Bedeutung dieses Ansatzes liegen meiner Ansicht nach darin, dieses Agieren mittels einer Vergegenständlichung der Malerei hervorzurufen.

So wird das malerische Objekt von der Wand gelöst um in einem spürbaren und erlebten ZusammenTreffen mit dem Werk vom Körper durchdrungen zu werden. Es geht darum, durch die Aktion des Kör pers und seines Erlebens ein Konstrukt zu schaffen das als wahrnehmbares und kreatives Subjekt gedacht ist. Die körperlichen Beziehungen des Menschen zum Objekt und zum Raum werden so zu Determinanten Sie sind Mittel, die es erlauben, ausgehend von einer lebendigen Realität, eine Vielfalt von Elementen in die Werkstücke einzuführen Die von Franz Erhard Walther entwickelte Definition des Werkes beinhaltet mehrere dieser Elemente die Konzeption des Objektes seine konkrete Form, seine Instrumentalisierung seine Rezeption und die Struktur der Aktionen, die sich aus ihm ergeben. Das Konzept des Kunstwerkes steht so Parametern offen, die man sich bisher noch nicht als konstituierende Elemente eines plastischen Werkes vorgestellt hatte. Die reale Zeit und der reale Raum, die Sprache, die Erinnerung und die Geschichte bilden den Stoff aus dem der Künstler das Kunstwerk innerlich formuliert. Es besitzt die Fähigkeit zur Evolution und vollzieht den Übergang von einem als reinem Kunstwerk konzipierten zu einem in Handlung umgesetzten Werk.
Roselyne Marsaud Perrodin, 1998

Unter den international bekannten deutschen Künstlern ist Franz Erhard Walther einer der profiliertesten Neuerer.

„Neuer Werkbegriff“ und „Erweiterung des Kunstbegriffes“ sind Stichworte. Seine berühmten „Objekte zum Benutzen“ sind Kunstgeschichte.

>> Der Künstler bei Wikipedia

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