1996-Papierschnitte-Schattenrisse-Felix-Droese-banner

Felix Droese

Papierschnitte, Schattenrisse

Ausstellungszeitraum

1. Juni
bis 21. Juni 1996
Mi. – Fr. 16-18 Uhr
Sa. + So. 11-13 Uhr
und nach Vereinbarung

Ausstellungsort

Cuxhavener Kunstverein
Große Hardewiek 35, Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
31. Mai 1996, 19.30 Uhr

Der Cuxhavener Kunstverein zeigt mit rund 60 Arbeiten zu den Themenfeldern Schattenrisse, Papierschnitte, Collagen, Druckgrafik und anderen Techniken einen sehenswerten Ausschnitt des ungewöhnlich breite Spektrums im OEuvre von Felix Droese.

Der Schwerpunkt liegt auf den Arbeiten der 90er Jahre.

Schattenrisse nennt Felix Droese seine schwarzen wandfüllenden Stücke, von denen der Kunstverein hier „Die Kündigung (persönlich)“ ausstellt.

Mit dem Begriff Schattenrisse wird deutlich, worum es Felix Droese bei diesen Arbeiten geht. Er sagt dazu: „Ich nenne diese Bilder „Schattenrisse“, teils, um mit dieser Benennung sogleich daran zu erinnern, daß ich sie von des Lebens Schattenseite hole, teils, weil sie ebenso wie Schattenrisse nicht unmittelbar sichtbar sind. Nehme ich einen Schattenriß in die Hand, so empfange ich keinen Eindruck von ihm, kann mir keine eigentliche Vorstellung von ihm machen, erst wenn ich ihn gegen die Wand halte und dann nicht das unmittelbare Bild betrachte, sondern dasjenige, das sich auf der Wand zeigt, erst dann sehe ich das Bild. Ebenso ist auch das Bild, welches ich hier zeigen will, ein inneres Bild, das erst bemerkt wird, wenn ich durch das Äußere hindurchblicke.“

Aber Felix Droeses Werk wird nicht nur durch die Papierschnitte bestimmt. Es reicht vom Papierschnitt über Arbeiten in den klassischen druckgrafischen Techniken wie Holz- und Linolschnitt, Radierung und Lithographie über Multiple, Buchobjekte und Installationen bis zu erst neuerlich eingeführten Techniken wie dem TV-Ausdruck, dem Still aus der aktuellen Live-Reportage.

Felix Droese wurde 1950 in Singen/Hohentwiel geboren. Er wuchs an der Nordsee auf.

Droese wird seit langem zu den wichtigsten bildenden Künstlern der Gegenwart gerechnet. Unter anderem nahm er an der Documenta 7 in Kassel teil und vertrat die Bundesrepublik 1988 bei der 43. Biennale von Venedig mit seinem Beitrag Haus der Waffenlosigkeit. Den politischen Ansatz seiner Arbeit dokumentiert u.a. seine Beteiligung an der Überfahrtaktion von West- nach Ost-Berlin mit dem Omnibus für Direkte Demokratie für Deutschland 1988. Der Beuys-Schüler lebt heute in Düsseldorf. Seit 1983 besitzt Droese ein Atelier in Paesens, einer frisischen Provinz in den Niederlanden. In den Jahren 1979 – 81 führte er die die Werkgattung der monumentalen einfarbigen Papierschnitte in die Kunst ein. Er selbst nennt sie Schattenrisse.

Aktuelle Beiträge

Presse: Die Phantasie des Betrachters ist gefordert

Mit der aktuellen Felix-Droese-Ausstellung vermittle der Kunstverein einen umfassenden Eindruck von der großen graphischen Spannweite des Beuys-Schülers. – Dieses…

Presse: Anstoß zu direktem Handeln

In einem Bericht für die Cuxhavener Nachrichten thematisiert Ilse Cordes heute unsere Felix-Droese-Ausstellung. Für besonders aufschlussreich hält die Autorin…

Presse: Ungewöhnlich breites Spektrum im OEvre von Felix Droese

In den Cuxhavener Nachrichten wird heute unsere bevorstehende Ausstellungseröffnung von Felix Droeses Papierschnitten und Schattenrissen angekündigt. Klicken Sie auf…