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Der nachgiebige Raum und
die unnachgiebige Zeit

Katja Eckert

Ausstellungszeitraum

20. April bis 25. Mai 2007

Katja Eckert zeichnet. Ihre Arbeiten aus den Serien “Umwelt” und “Soziales” werden mit klarem Strich ohne direkte Bildvorlage im gegenwärtigen Prozess des Zeichnens entwickelt. In der Gestalt bleibt das Aufgezeichnete dabei immer gegenständlich und für den Betrachter lesbar: Figuren, Gesichter, Dinge, Landschaften. In eigensinniger Formensprache erschafft Katja Eckert seltsame Wesen. Das Szenario ist irritierend. Einsam und ohne Mimik wirken die Figuren ausgeliefert, verletzlich oder brutal.

Die digital erfundenen Bilder – in ihrer formalen Wirkung einem unscharfen Photo ähnlich – sind fragmenthafte Ausschnitte. Sie spielen mit der fotografischen Oberflächenerscheinung. Unwirkliche Augenblicke werden schattenhaft festgehalten.

„So wie ich häufig schon nach kürzester Zeit nicht mehr in der Lage bin, meine eigene Handschrift zu entziffern, so begegnen mir die eigenen Bilder im Nachhinein wie fremde, schnappschussartige Zeichen oder Nachrichten, die es dann aufs Neue zu dechiffrieren oder schlicht beiseitezulegen gilt. Die so entstandenen Bilder wirken wie fremde Satelliten, plötzliche Botschaften, immer gleich und immer anders – sie versichern, mit mir ein Teil von dieser Welt und gleichzeitig fremd zu sein.“ Katja Eckert 2005

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.