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Another Place

Antony Gormley

Ausstellungszeitraum

6. September
bis 2. November 1997

Ausstellungsort

Wattenmeer vor Cuxhaven

Rahmenprogramm

Eröffnung
6. September, 15 Uhr
Strandhaus Döse

Vortrag
mit der Kunsthistorikerin Katja Kwastek
Antony Gormley – Klassische Skulptur im Zeitalter von Videokunst, Performance und Multimedia
20. Oktober, 19.30 Uhr

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Follow Me – Britische Kunst an der Unterelbe“ wird an acht Stationen entlang der Straße zwischen Cuxhaven und Buxtehude aktuelle britische Kunst ausgestellt. Als Cuxhavener Kunstverein präsentieren wir die Installation „Another Place“ (Ein anderer Ort) des britischen Künstlers Antony Gormley.

Die Installation im Wattenmeer vor Cuxhaven umfasst 100 lebensgroße aus Eisen gegossene Körperfiguren, die auf einer Fläche von ca. 1,75 Quadratkilometern aufgestellt wurden. Die Figuren erscheinen in 17 verschiedenen Varianten – alle jedoch Körperabgüsse des Künstlers. Sie stehen mit dem Rücken zum Strand, sie schauen zum Horizont. Der Blick zum Horizont wird geprägt von der Vorstellung des Unbekannten, Unendlichen, aber auch von der Vorstellung vom anderen Ufer, das nicht sichtbar ist – gerade diese Vorstellungen waren einmal in Cuxhaven besonders aktuell, als Anfang des Jahrhunderts zahlreiche Menschen von den „Hapaghallen“ im Cuxhavener Hafen aus nach Amerika emigrierten.

Antony Gormley wurde 1950 in London geboren. Bei einem dreijährigen Aufenthalt in Indien beschäftigte er sich intensiv mit indischen Meditationstechniken, z. B. der Vipassana- Meditation.

Hierdurch geprägt begann er nach seiner Rückkehr sich künstlerisch mit Fragen der Verhüllung von Kultur und Natur auseinanderzusetzen. Ihn interessierte die Oberfläche der Dinge, die Hülle, „die Haut, der Punkt an dem die Substanz sichtbar wird.“ (Quelle: Antony Gormley im Ausstkatalog zu „Field“)
In den achtziger Jahren schuf er zahlreiche Körperhüllen aus Blei, die innen hohl waren und thematisierte damit die Dialektik des Menschen in seiner Körperhaftigkeit einerseits und dem völlig unkörperlichen Wesen seines Geistes in ihm andererseits. Mitte der achtziger Jahre wandte er sich dann der Idee der geistigen Wiedergeburt zu und kombinierte seine Bleifiguren mit kleinen Terrakottafigürchen, die deren Köpfen entsprangen. Aus diesem Material, das er als eine Art Urmaterie versteht, schuf er unter anderem seine bekannten Installationen mit dem Titel „Field“: Tausende von verschiedenen Menschen handgeformte Terrakotta-Figurinen, die u. a. noch Anfang dieses Jahres in der Kieler Kunsthalle zu besichtigen waren. Erst in den letzten Jahren wandte Gormley sich dann den massiven Eisenfiguren zu, mit denen er auch die Cuxhavener Installation verwirklichte.

>> Die Webseite des Künstlers
>> Der Künstler bei Wikipedia

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